Erholung

In leiblich wohlgeformter Pracht
der Schenke, in Schöner Aussicht Höh',
der Rastplatz - eschenüberdacht -
hier ist das Reich des Land-Gourmet.  

Schenke, schenk ein, vom besten Wein !
Kein Schmerz kann mir das Glas heut trüben,
begegnete ich der Liebchen fein,
ich würde es auf ewig lieben
und häng'n an ihres Lippen Ort,
um zu beherz'gen jedes Wort,
Schenke schenk ein, schenk ein !  

Im goldnen Reb auf Glasesgrund,
sie spiegelt sich in dieser Stund,
ich will mich an ihr laben.
Wohl erscheint sie flüchtig nur,
mir unter Ocker-Ranken,
doch einmal in das Herz gepreßt,
läßt sie nicht vom Gedanken.  

Schenke, deck auf, vom feinsten Schmaus !
Ich fühl mich frei und unbezwängt,
frei ist der Blick und unbedrängt,
bei Liebchen bin ich jetzt zu Haus,
Schenke deck auf, deck auf !  

Mit Abschiedsweh ich scheid vom Ort,
zahl gerne Thaler - Urdukaten,
allein der Augenblick war 's Wert,
bekam ich doch, was ich begehrt,
und werd es ewig haben.

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