Kutscher mit Zylinder

Kutscher, he, bist Original,
wenn die Peitsch im Winde singt
dieser Stadt Dein Herz gehört,
die Stimme rau vom Kutschbock dringt -
wie Genius hinter dicken Wänden
Bände in Jahrzehnten füllte,
wie Talent mit zarten Händen
Noten setzte, spielte - fühlte
man zurück sich in der Zeit
als Geistesgrößen diesem Ort
Gepräge gaben - doch nun fort
die Rosse am Geschirre zerr'n,
hoppla, hoppela hopp, meine Herrn.  

Kutscher, ho, wettergerbig Gesicht,
übers Jahr bis in den Winter,
rezitierst manches Gedicht,
unverkennbar "Grau-Zylinder".
An neuer Stell, der Altvertrauten
erfährt man dann aus Deinem Munde
wie Architekten zeitlos bauten,
wie Künstler - auch in froher Runde -
hier tätig waren, denkend schafften,
und auch der Rat auf hohem Rosse,
dergleichen täte ähneln gern,
doch dies zuweil'n verkommt zur Posse,
meine Herrn !
Meine Herrn,
hoppla, hoppela hopp.  

Kutscher, he, ho, ich komm wieder
bringe Zeit mit - endlos lang,
lass mich in der Kutsche nieder
und wir parlier'n dann wieder
bis zum letzten Abgesang.
Meine Herrn, meine Herrn,
hoppla, hoppela hopp.

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