Drachenfest

Am Gestade spülen Wellen
Sand- um Sandkorn von mir fort,
über mir am Himmel rückwärts,
dreckig Fratzen-Drachen-Lachen,
schütteln sich - wie tolle Narren.  

Und die Wellen schwellen Wogen,
greifen, reißen mich vom Ort,
wohin wird sie gehen die Reise,
wie lang werde ich wohl leiden,
wo ist wohl mein letzter Hort ?  

Winde brausen und zerzausen
jetzt bei hoher Wellengicht,
bleiche Drachen-Fratzen krachen
und ein nasser kalter Schauer
pinselt Tränen ins Gesicht.  

Hab vertraut und hab gehofft,
gab dann doch entgeistert auf -
doch durch eigenart'ge Wandlung
spür ich Fels jetzt in der Brandung,
wächst und wächst, baut sich jetzt auf.  

Sturmwind macht die Spanten krachend,
verstummet ist das Narren-Lachen,
zerfetzt ist ihnen das Gesicht,
bewegen sich zum Wellengrab,
ich steig hinauf - sie stürzen ab.

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