Irdische Metamorphose

Das Wasser rinnt den Berg hinab,
die Sonne hebt es wieder auf,
die Winde bringen es hinauf,
die Wolken regnen es herab. 

Glimmfunke wird vom Winde mehr,
der Feuerbrunst kann nichts entrinnen,
der Regen löscht das Flammenheer,
die Glut, sie birgt erneutes Glimmen. 

Der Wind umkreist den Erdenball,
stürmt einmal hier und säuselt dort,
zeugt Wassergicht und Feuerball,
er kennt nicht einen festen Ort. 

Pflanzen Frühlingsblätter tragen,
aus Sommerfrüchten reifen Samen,
verdorr'n in Spätherbst schönen Tagen,
aus Sämling'n Frühjahrspflanzen kamen. 

Den Mensch wirft die Geburt zur Erde,
er ist vorübergehnder Gruß,
da er, nachdem er sich vermehrte,
doch wieder von der Erde muß. 

Das Tier hat fast denselben Lauf,
nur daß 's dem Menschen dienen muß,
und will er dessen Fleischgenuß,
dann speist er 's mittendrinnen auf.