Nachruf

Vergangenheit und Gegenwart
hast Du in Liebe in eins verscharrt
und Deine Nachwelt gekonnt genarrt.  

Durch Deinen Freigeist leuchtet Mut,
da ziehe jeder seinen Hut,
doch ein Umstand ist zu tadeln -
wie Du den Pfau wohl präferierst,
ist sein Geschrei Dir unerträglich,
fluchst Du der Streifengans Gesang,
obwohl das Tier - nicht g'rade zierlich,
es doch viel höher fliegen kann.  

Und noch eins ...  

Nur noch eine kleine Frage
treibet mich seit Jahren um,
ist der Prolog des ersten Faustes
für Dich? oder fürs Publikum?
Um mich hier nur kurz zu fassen - denk ich -
könnt man's für beide gelten lassen,
so waren Deine Verse
für mich und Dich und Du.