Über Gott, das Leben und die Welt

Der  Mensch sollte nicht ein freidenkend Gläubiger,
sondern ein freigläubig Denkender sein;
der freigläubig Denkende unterliegt keinem Dogma,
der freidenkend Gläubige hingegen schon.

- Gottes Wort ist nichst anderes als das Schwingen der Welt.

- Die höhere Stufe von Glaube, Hoffnung, Liebe ist
   Glaube, Gewissheit, Liebe.
- "Gott ist gestorben, Gott ist tot" (G.W.Friedrich Hegel) - Es lebe der Schöpfer ! (Erbe)
- Er heißt Herr, ist aber namenslos.
- Er besitzt keine feste Lokation.
- Der Herr ist einfach, wenn man ihn kennt.
- Er ist Herr über Leben und Tod; aber zuvörderst ist er der Herr der Lebenden.
  Die Kernfrage eines Glaubensbekenntnisses stellt nicht die Frage nach dem Ort des
  Verbleibens der Seele nach dem Tod, sondern nach dem Wandeln des Einzelnen zu Lebzeiten
  in Gemeine mit dem Schöpfer.
- Des Herrn Wort ist nicht die Bibel, sondern die Schöpfung.
- Die Bibel ist ein Geschichtenbuch, aber ein geistiges Werk, keine Prosa !
- Die 10 Gebote des Alten Testaments sind die göttlich moralische Grenzziehung
  zum menschlichen Bösen.
- Der Kern des Alten Testaments ist: - Sei ehrfürchtig zu Gott und halte seine Gebote !
- Der Kern des Neuen Testaments ist: - Liebe Deine Nächsten. Tue andern, wie sie Dir tun sollen !

- Die Schöpfung kann aus menschlicher Sicht selbst nicht vollkommen sein, da sie auf
  Vergänglichkeit des Lebens abstellt, was Erzeugung von Neuem und Zerstörung
  von Bestehendem inkarniert.
  Neues beinhaltet immer ein Stück Zerstörung von Altem und damit potentiell Böses.
  Aber sie ist des Schöpfers Wirken Vollendung.
  Der Schöpfer schafft selbst nichts Böses und verführt uns auch nicht zum Bösen!
  Der Herr läßt auf Erden Böses zu, nimmt es aber nach christlichem Glauben vom Menschen in
  Jesu Christi.
  Was Christus tut, sollen wir wissen, was Gott tut, bleibt uns unerschlossen. 

- Man muß sich nicht "Sklave" heißen, um ein Knecht zu sein.
- Es ist erschreckend, wie sich der Mensch auch im 2. Jahrtausend n. Chr. allumfassend  in Hierachien
  und Subordinationen sehnt, wo er doch angeblich sein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung
  gestalten will.
- Das Schlimmste an einer Hierarchie ist das Einfinden in dieselbe.

- Religion ist die willkürliche Projizierung eines definierten Glaubensmodells in den Raum des
  freien menschlichen Glaubens.
- Religionen sind damit nicht an und für sich frei, sondern frei ist nur der Glaube.
- Die Hoffnungen der Menschen finden im freien Glauben ihre Vollendung.
  Dieser allein führt  zur Selbstbefreiung und zu innerem Frieden.
  Deshalb: - befreie Dich erst selbst, dann Deine Welt ! 

- Die Verfolgung, Zerschlagung und Auflösung der jüdisch-christlichen Urgemeinden war der größte
  kulturelle Rückschlag der Menschheit.
- Es besteht einer der weitreichensten Trugschlüsse seit Bestehen kirchlicher Institutionen darin,
  anzunehmen, daß der christliche Glaube und der Kirchenglaube identisch seien;
  Christusglaube befreit - Kirchenglaube verknechtet. 

- Philosophen sollten die Finger von einer Erkenntnisfindung des Glaubens lassen, Theologen
  von der Vergewaltigung des freien Glaubens in ein Dogma.
- Die Wissenschaften in ihren Anschauungen zu sich selbst und anderen haben schon viele Fragen
  beantwortet, wie sich etwas bewegt, hinter das Geheimnis aber, was bewegt, sind sie bis heute nicht
  gekommen und werden bis ans irdische Daseinsende der Menschheit nicht darauf kommen.
- Ihr Wissenschaftler sagt an: habt Ihr jemals der Natur ein neues Gesetz aufzwingen können ?
  Ihr habt die vorhandenen Gesetze der Natur nach Eurem Gutdünken interpretiert und genutzt, um sie
  in neuen Variationen aufeinander wirken zu lassen, so daß neue Gegenstände und Wirkprinzipien für
  Eure Wahrnehmung zum Vorschein kamen, aber ein neues Gesetz der Natur zu schaffen, blieb Euch
  und bleibt Euch verwehrt.
- Weder die Philosophen, die eine allgemeine Erkennbarkeit der Welt propagierten und propagieren,
  und immer wieder an derselben Schranke scheiterten bzw. scheitern, noch die Theologen, die
  mit ihren dogmatisch untermauerten Glaubensregeln die Menschheit hierdurch bleibend religiös
  hierarchieren möchten, konnten bisher eine befriedigende Antwort auf diese Frage finden.
- Behauptete Wahrheit wird auch nicht dadurch wahrer, dass man sie immer wieder beteuert
  oder ihren Begriff durch verschiedenste Wort-Konglomerate untermauert.

- Es ist aus heutiger Sicht eines der größten Schmerzlichkeiten für die Menschheit,
  dass sich das Streben der größten deutschen, europäischen und weltweiten Geister nach
  breiter Aufklärung bisher nur als Haschen nach Wind darstellt.
  Was haben sie uns Neues mitgeteilt ? Nichts !
  Was haben sie uns gelehrt ? Alles ! - insbesondere den Widerspruch im Menschen
 zwischen Erkenntnis und Glauben.
 

- Es ist leider eine gängige Auffassung der europäischen Großköpfigen, daß es auf der Welt
  keine gleichwertige Kultur zu der des Abendlandes gäbe.
  Dabei führt gerade der Versuch des Begreifens eines höheren Wesens unweigerlich zur
  geistigen Auseinandersetzung mit der Schöpfung und notwendigen Anerkennung der
  Braman-Atman-Auffassung.
  Brahman ist des Herrn Wort – des Herrn Reich.
  Brahman ist nicht  i n  Raum und Zeit –
  Brahman ist der Raum und die Zeit das Unendliche, die Bewegung, der von allem konkreten -
  wie auch immer partikulären Religionen befreite Urgeist.
  Das dem Menschen Übergeistige - die Schöpfung - geistig zu erfassen führt unweigerlich zum
  Brahman, da nur hier in der höchsten Stufe der Abstraktion der Geist, gereinigt
  von allen Eigenschaften der Welt und seiner selbst, den Weg zu seinem eigenen
  Wesen findet.
  Brahman ist der Schöpfungsgeist - Atman davon der subjektive Ich-Teil.
  Atman-Brahman ist das Aufsteigen des Geistes vom Subjekt der Welt zum Universalgeist im All.
  Das Alte und das Neue Testament sind nichts anderes als e i n e  Form der Konkretisierung des
  Brahman-Atman-Gedankens.

- Es ist ein Irrglaube, wenn das menschliche Individuum denkt, immer intelligenter zu werden.
- Es fällt ihm in seiner menschlichen Evolution immer schwerer sich ganzheitlich als M e n s c h
  zu begreifen.

- Was heute in den modernen Gesellschaften fehlt, ist die Schicht einer geistigen Aristokratie.
  Diese wurde nur formell ersetzt durch den Begriff und das Scheinen der selbst ernannten,
  sich bezeichnenden "sogenannten" Eliten.

- Die Vertreter des Humanismus haben den ganzheitlichen Gott aus dem Himmel geholt und ihn
  in den Menschen einzupflanzen versucht, dabei aber geflissentlich übersehen, dass dadurch
  der Mensch auch nicht im geringsten  Gott-gleicher geworden ist, als er vorher schon war,
  und Gottes Wille unerkennbar bleibt. Damit ist der Humanismus nichts mehr als eine
  Selbsterhöhung des Menschen über seine natürlichen Grenzen hinaus und damit wird,
  auch wenn das einige Vetreter desselben glauben machen wollen, der Mensch
  nicht zum Untergott. 

- Im Fleisch ist der Mensch Gesellschaft, im Geist Individuum.
  Als Individuum handelt er moralisch, in der Gesellschaft sittlich.
- Die bürgerliche Gesellschaft löst die Familien auf und die Stände. Mit schwindender Moral
  eines Staatsvolkes schwindet auch die Sittlichkeit und damit der Staat selbst. 

- Die Schöpfung erfordert nur eines - Ehrfurcht !
- Der Mensch soll nicht nur im Einklang mit der Natur sein, sondern mit der Schöpfung.
  Konterkariert er schon ersteres, wie schlimm muß es erst mit dem zweiten bestellt sein.
- Gottes Wort ist nichts anderes als die Schwingung der Welt.
 

- Die Menschheit muss, um ihren Fortbestand zu sichern, als Ganzes
  die Schwelle zum freien Glauben überschreiten.
- Alle sind auf der Wanderung, nur wenige erreichen zur Zeit das Ziel.

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